MSD_Gebanne-vorort-2.jpg
20210917-00003_detail.png
F-A-M 2018_KW 33-35
Visi4.jpg
Monique-Haber---Abtaster---4.jpg
Haltung
2018_orientrier---_02.jpg
latex_lepo3.jpg
2017 - Monique Haber - Totalschaden - Borgo Ensemble (3).jpg
 
latex_gross_7.jpg
Gebanne:

Die Latexmalerei ist losgelöst vom Bildträger. Pinselstriche aus Latexmilch verdichten sich zu einer zweiseitigen und elastischen Bildfläche, die sich selbst tragen kann. 

Gebanne:vorort
2021 - Pavillon 18, AdBK Nürnberg

Die gemalte Latexfläche adaptiert als Membran die Oberfläche ihrer temporären Untergründe, als Echo der Höhlenmalerei. Die Architektur wird zum Bildträger. Das Motiv wird zum Objekt, wird zur Installation, um im nächsten Ausstellungsmoment wieder zur Bildfläche zu werden. Die Kompositionen springen durch die Verformung der Bildfläche über in die dritte Dimension und nehmen so den Raum als erweiterte Bildfläche in sich auf. 

 

Trotz aller Ambitionen, Malerei und Skulptur in sich zu vereinen, entzieht sich die Realität des Materials - durch den unausweichlichen Zerfall des Latex - letztendlich deren Anspruch an Dauerhaftigkeit; konservatorisch gesehen sind die Latexarbeiten ephemer.  

 

So wird Gebanne: zum drängenden Ausstellungsprojekt, in dem die übergroßformatige Latexmalerei, konzipiert für den Pavillon 18 der AdBK Nürnberg, neue Ausstellungsgegebenheiten konsumiert, absorbiert und als extrem flexible Malerei das Ausstellen selbst durchspielt.  

 

Indem nicht die Arbeit im Raum steht, sondern der Raum sich in die Malerei einschreibt, verstößt sie den illusorischen Anspruch der Bildfläche und schlägt zugleich einen Bogen zu den Urspüngen der Malerei.

 
 

Gebanne:bande
2021 - Hinterconti, Hamburg

Die 80 Meter lange Latexarbeit wird erneut ausgestellt, in einem Raum, der zu klein ist für die Bildfläche. Gestaucht und gehäuft wird die Malerei gehängt, geführt, gespannt und gelegt. 
Durch ihre Größe erlaubt es sich die Malerei an vielen Stellen nicht, in jedem Raum als solche gesehen und gelesen zu werden. Die Bildfläche klappt sich ein zum Objekt, zu einem Stapel aus Pinselstrichen.

Gebanne:AEG
2021 - Auf AEG, Nürnberg

 

Die 80 Meter lange Latexarbeit wird erneut ausgestellt, in einem Raum, der zu klein ist für die Bildfläche. Gestaucht und gehäuft wird die Malerei gehängt, geführt, gespannt und gelegt. 
Durch ihre Größe erlaubt es sich die Malerei an vielen Stellen nicht, in jedem Raum als solche gesehen und gelesen zu werden. Die Bildfläche klappt sich ein zum Objekt, zu einem Stapel aus Pinselstrichen.

Szenebild_

 

In den Tuschzeichnungen der Szenebild_Serie herrscht ein permanentes Antriggern des Bildlesens. Bildräume und Situationen verschränken sich in leidenschaftlicher Unbefriedigung mit sich selbst, bis nur noch Zeichnung selbst übrig bleibt. Diese vermeintlich gewonnene Essenz wird sogleich wieder entzogen, indem die Arbeiten nur digitalisiert und reproduziert ausgestellt werden.

Stark vergrößert und digitalisiert zeigt sich das Papier von der groben Bambusfeder und Tusche aufgeweicht, Furchen und Täler in die gelösten Fasern gegraben, Plattformen aus einzelnen Schichten gelegt und Reste von der trocknenden Federspitze über die raue Fläche gerieben.

Auf 2 Dimensionen abgeblendet, werden die entstanden Stege und Landschaften nun „Striche und Flächen“ genannt, die reflexartig als solche gelesen werden wollen

 

Factor, Age & Means (F-A-M)
 

Malereiprojekt

33. Kalenderwoche 2018 - heute

Malereien auf Leinwand fixieren Daten, Einfluss und Motivationen in codierter Autobiografie.
Trockene Datenpunkte dienen in F-A-M als formaler und kompositorischer Rahmen für die Malerei
(Faktor & Alter = Säulendiagramme, Mittel = Flächendiagramm):

Der Faktor beziffert den vermeintlichen künstlerischen Erfolg. Verrechnet mit dem Bildmaß setzt er den Verkaufspreis einer einzelnen Malerei fest.
 

Das Alter beeinflusst den zugesprochenen Wert der Arbeit. Mit ihm werden handwerkliches Können und Erfahrung assoziiert.
 

Die Mittel für dieses Projekt werden anhand der finanziellen Ausgaben und Einnahmen festgehalten.

Narrative und figürliche Elemente der Bilder sind biografischen Ursprungs und sind Chiffre für persönliche Erlebnisse in dem jeweiligen Zeitraum, aus dem auch die Daten stammen. Der jeweils verarbeitete Zeitabschnitt wird mit dem Titel der einzelnen Bilder benannt.

Finanzielle Einnahmen, wie z.B. der Verkauf eines Bildes der Serie, haben eine direkte Einwirkung auf Form und Komposition der darauffolgenden Bilder: Der Verkauf bedeutet dann nicht nur einen Anstieg der finanziellen Mittel, der sich als plötzliches Hoch im Flächendiagramm zeigt, sondern hat als Erfolgsereignis auch einen langfristigen Einfluss auf den Faktor.

Gestatten
2016 - heute

Der handgeführte Strich verformt in Gestatten die Funktion der Visitenkarte, von gestalteter Stapelware und Navigationshilfsmittel im Kunstbetrieb zum korrekturbedürftigen Studienobjekt. Die Behauptung der eigenen Person(a) im Kunstbetrieb bindet sich an die Autorität der händischen Linie gegenüber dem Druckerzeugnis.

 
Abtaster
 

Latexmalerei auf Latex
2017 

Abtaster ist ein ca 7 Meter langes bemaltes Latexbanner, gefädelt durch die Pavillonfront und um die Eingangstür gebunden. Das Motiv, ein gerastertes Portrait, das ursprünglich mit dem Flachbildscanner aufgenommen wurde, wird im ersten Schritt durch das Licht des leuchtkastenartigen Hinterraums, und im zweiten Schritt durch das Öffnen der Eingangstür aktiviert, wodurch sich die Fläche spannt und die Malerei zu erkennen wird. Im Betätigen der Tür ist das gleichzeitige frontale Betrachten der Bildfläche jedoch nicht möglich.

o.T.

Latexmalerei, Metall
2019

 
o.T. (step forward)

Latexmalerei, Metall
2019

 
Haltung

Kunststoff, Acrylfarbe, Silikon, Latex, Ballongas

2017 

Installationsansicht Kunsthalle West/Eurocenter Lana Lana/Meran, Italien 2017

 
orientier---

gefärbtes Latex, Holz, Deckenelemente, Einbauleuchten,
sensorgesteuerte Seilwindenapparatur

Installationsansicht orientier-- Regensburg 2018

 
 
o.T. (Totalschaden)

PETG, Metall, Mauerstück, Leuchten

260 x 225 x 225 cm
2017

Installationsansicht
Gruppenausstellung Totalschaden
Borgo Ensemble,Nürnberg